Wenn digitales Handwerk auf böhmische Glaskunst trifft
Glas gilt als die absolute Königsdisziplin im CGI. Kein anderes Material entlarvt mittelmäßige Renderings so gnadenlos wie transparente Körper. Die Herausforderung liegt nicht nur in der Transparenz selbst sondern in der Art wie das Licht gebrochen gestreut und absorbiert wird. Bei diesem Projekt stand die Frage im Raum ob sich die ikonischen Leuchten Double, Bonbori und die Mona Stehleuchte nicht nur abbilden lassen sondern ob man ihre physische Präsenz und die emotionale Wärme des Lichts digital greifbar machen kann. Wir nutzen dieses CGI Projekt als visuelles Experiment um zu zeigen wie durch manuelles 3D Modellieren und strategisches Design eine Qualität entsteht die der klassischen Fotografie in nichts nachsteht und den Betrachter die Materialität förmlich spüren lässt.
Die Physik der Unvollkommenheit: Double und Mona
Ein perfektes Rendering wirkt oft steril und unglaubwürdig. Echtes Glas lebt von seinen mikroskopischen Unebenheiten. Für die Visualisierung der Modelle Double und Mona lag der Fokus tief in der Physik des Lichts. Simuliert wurde hierbei die sogenannte Dispersion. Das ist der physikalische Effekt bei dem sich Licht an den Kanten des dicken Glases in minimale Farbspektren aufspaltet. Das Glas der Mona erhält in der digitalen Reproduktion dadurch visuelles Gewicht und eine haptische Dicke. Es wirkt nicht wie eine dünne digitale Haut sondern wie ein massiver schwerer Körper. Diese Detailtiefe in der Produktvisualisierung sorgt dafür dass das Material als echt akzeptiert wird noch bevor das Auge rationale Zweifel anmelden kann.
Digitaler Zwilling: Warum wir Brokis Lampen fotorealistisch modelliert haben
Um die Grenzen der technischen Möglichkeiten auszuloten wurde dieses Projekt als interne Concept Study realisiert. Jede Kante der Metallhalterung der Bonbori, jeder Radius des Glasschirms und die Spannung der Lederriemen wurden exakt als Digitaler Zwilling nachgebaut. Es gab keine Abkürzungen durch automatisierte Tools oder vereinfachte Geometrien. Wir haben die Brokis Lampen fotorealistisch modelliert und dabei die Fugen und Materialstärken genau so konstruiert wie sie in der Realität existieren. Diese akribische Nachbildung dient als Beweis dass sich die DNA einer Designmarke wie Brokis lesen und in digitale Daten übersetzen lässt die absolut messerscharf und markenkonform sind.
Kuratiertes Markenraum Design statt Zufall
Ein hochwertiges Produkt benötigt eine Bühne die seine Geschichte weitererzählt. Anstatt auf generische Studio-Hintergründe zu setzen basiert dieses Setting auf einer gezielten visuellen Konzeption. Wir haben die DNA der Leuchten analysiert und in ein räumliches Narrativ übersetzt. Der Raum in dem die Leuchten stehen ist ein architektonisches Statement im Stil eines italienischen Palazzos. Der raue Terrazzo und die patinierten Wände wurden bewusst als Kontrastfläche entworfen um die makellose Glätte der Leuchten hervorzuheben. Dieser Prozess garantiert dass die Architektur nicht vom Produkt ablenkt sondern es unterstützt und eine Atmosphäre schafft die genau auf die Zielgruppe im Luxussegment zugeschnitten ist.
Custom Textures: Haptik durch digitale Oberflächen
Neben der Form ist die Oberfläche entscheidend für den Fotorealismus. Für dieses Konzept wurden spezifische Texturen erstellt die weit über Standardbibliotheken hinausgehen. Das Metall der Double Leuchte erhielt eine spezifische Rauheit die das Licht sanft streut anstatt es hart zu reflektieren. Das Glas besitzt Schlieren und minimale Einschlüsse die typisch für Manufakturarbeit sind. Durch dieses Verfahren Oberflächen digitalisieren wir nicht nur die Farbe sondern die taktilen Eigenschaften des Materials. Das Ergebnis zeigt nicht nur Grau oder Transparent es zeigt kaltes Aluminium und handwarmes Glas. Diese sensorische Ansprache ist essenziell für glaubwürdige High-End Markenkommunikation.
Visuelles Marketing mit cineastischem Anspruch
Das finale Ergebnis dieses Visual Essays sind Bilder die nicht nach Katalog aussehen sondern nach Editorial. Die Lichtsetzung orientiert sich an der Filmproduktion. Volumetrisches Licht macht die Luft im Raum sichtbar und verbindet die Leuchten mit ihrer Umgebung. Durch diesen cineastischen Ansatz entsteht eine emotionale Resonanz. Es geht in der Bildsprache nicht mehr um technische Daten wie Lumen oder Watt. Es geht um das Gefühl von Geborgenheit und Eleganz. Mit dieser Art der CGI Markenkommunikation lösen sich die Bilder vom reinen Produktshot und positionieren das Objekt als Kurator für gehobene Lebenswelten.
























