Zwei virtuelle Badwelten für FOR, entwickelt aus dem Raumkonzept von Coop Himmelb(l)au für das H.O.M.E. Haus 2025.
Das Invisible H.O.M.E. House von Coop Himmelb(l)au löst den festen Grundriss auf. Nutzungsbereiche lassen sich neu zueinander anordnen; Innenraum und Landschaft gehen ineinander über. Diese Idee war der Ausgangspunkt unserer Arbeit für FOR.
Ein Bad stellt diese Offenheit vor eine besondere Frage: Wie lassen sich intime Nutzungsbereiche gestalten, ohne sie hinter geschlossenen Wänden zu verbergen? Die Produkte der Badmarke sollten in dieses räumliche Konzept eingebunden werden.
Für FOR haben wir zwei digitale Badwelten ausgearbeitet. Die Produkte, ihre Materialien und die Bildsprache der Marke bestimmten die Raumgestaltung. So wurde aus der architektonischen Idee eine konkrete visuelle Umgebung für Odivis und Leano.
Zwei Serien, zwei räumliche Antworten
Ausgehend vom Invisible House entwickelte Danthree Studio die Räume gemeinsam mit Agentur Richter aus München und den FOR-Beteiligten. Architektur, Produktdarstellung und Atmosphäre wurden im Austausch aufeinander abgestimmt.
Transparente, folienartige Hüllen bilden eine durchlässige Grenze zwischen innen und außen. Sie geben den Badbereichen einen Rahmen, ohne den Blick in die Landschaft zu schließen.
Licht, Materialien, Oberflächen und Raumkomposition prägen die Atmosphäre. Ausgangspunkt waren die beiden Produktlinien FOR Odivis und FOR Leano, die jeweils eine eigene Umgebung erhielten.
Für Odivis entwickelten wir gemeinsam mit FOR eine Umgebung aus Naturbildern und Landschaftsreferenzen. Die fließenden Formen der Produkte stehen zwischen modellierten Felsformationen und offenen Blicken auf das Meer.
Leano erhielt eine andere räumliche Sprache. Die Arbeitsschritte verbanden Badezimmer-Renderings, die Entwicklung virtueller Markenräume und die Einbindung der texturierten Produktmodelle. FOR und Agentur Richter begleiteten die gestalterische Abstimmung.
Privatsphäre in einer offenen Architektur
Dusche, Wanne, WC und Waschplatz brauchen einen eigenen Bereich. Wie lässt sich das in einer Architektur ohne feste Raumgrenzen zeigen?
Naturaufnahmen mit Wasser, Fels und botanischen Gärten dienten als Referenzen. Für Leano entstanden rotierende Plattformen, die die einzelnen Badbereiche aufnehmen. Öffnen und Schließen sind Teil dieses räumlichen Konzepts für unterschiedliche Grade von Privatsphäre.
Für Odivis haben wir Felsmonolithen in 3D modelliert und die Badezimmerprodukte in diese Formen integriert. Die CGI-Arbeit verband die Darstellung der Produkte mit einer eigens entwickelten Landschaft.
Die digitalen Räume übersetzen das Konzept des Invisible House in Ansichten für die Badmarke FOR. Auf der FOR-Seite zum H.O.M.E. Haus 2025 lassen sich die beiden Badwelten auch als 360°-Panoramen erkunden.
Bei diesen Panoramen lässt sich die Blickrichtung verändern. Unsere CGI-Raumgestaltung bildet die visuelle Grundlage. Welche Navigation und Interaktion eine Anwendung bietet, hängt vom eingesetzten Viewer ab; dazu findest du mehr bei unseren Inhalten für 360°- und VR-Präsentationen.
Raumgestaltung im gemeinsamen Prozess
Die beiden Markenräume entstanden Schritt für Schritt im Austausch mit FOR und Agentur Richter. Entwürfe, Perspektiven und Materialdarstellungen wurden gemeinsam besprochen und weiterentwickelt.
Skizzen wurden ausgearbeitet, Details kommentiert und überarbeitet. So ließen sich die Entscheidungen zu Raum, Licht und Produkten an derselben visuellen Grundlage beurteilen.
Das Ergebnis zeigt zwei unterschiedliche Antworten auf dieselbe architektonische Idee. Die Badprodukte bleiben erkennbar, während sich ihre Umgebung von einem real gebauten Ausstellungsraum löst.
Für Designmarken ist das ein Beispiel dafür, wie eine Produktkollektion in einem eigenen räumlichen Zusammenhang vorgestellt werden kann. Die Bildarbeit macht die gestalterische Richtung sichtbar.
Mehr über die Arbeitsweise unseres Studios findest du auch im Porträt von Danthree Studio auf Designboom.





























